Geladen zur grossen Sause

Sind geladen hier zur grossen Sause 

Und nennen dies flott Menopause.


Es ist eher Banane, 

irrt sich doch hier der Name, 

da Auszeit eher sekundär, 

wenn Kind und Mann zugleich,

was für "ä Seich"

in wechselnden Jahr'n lieber werden pubertär.


Doch Pause klingt nett und ruhig, 

verkauft wohl gut

aber auch für dumm, 

die Realität bringt nämlich eher 'nen Sturm.


Statt zu feiern schwitze ich, 

verbrenn dran schier, rein innerlich. 


Selten ist es nun kalt,

dafür wird geschwitzt 

meist aus dem Hinterhalt,

das Feuer brennt, die Hitze knallt. 


Doch Ironie fehlt selten bis nie, 

weil trocken ist doch vieles grad sehr,

weit und breit fliesst oft meist gar nix mehr.


Nerven aus Stahl, das wär schon was, 

weil so scheint's eher, als ob nur wenig noch passt.


Gelenke schmerzen,

Gefühle schwanken, 

Fix-Geglaubtes gerät ins Wanken.


Ja, Frau zu sein, war oft schon schwer,

Next Level an Bullshit wollt' eher keine mehr.


Für alles gibt's zwar einen Grund und doch läuft halt nur noch wenig rund.

Apropos... Rund 

Der Bauch wird flauschig, wirklich sehr, 

der Kopf im Verhältnis dafür geradezu neblig-leer.


Urin fliesst, als gäb's kein Halten mehr -

doch bremst sowieso nur noch wenig,

etwa, wenn ne' Info teilen ich wollt',

die akut mir ist aus dem Kopf gerollt.


Wer bin ich bloss, wie kam ich her, 

wo plante ich denn hinzugeh'n?


Tagsüber alt, doch halt, 

in der Nacht vielleicht, 

da könnt' es sich, 

fast wunder' ich mich,

wie in guten alten Zeiten, 

lassen gut krachen, 

da altertümlich knackend lieg im Bett ich wachend.


Egal was ist, fast alles, wie du nun bist,

lässt sich jetzt erklären - mit Hormonen, 

die nun fehlen.


Es steht also ausser Frage,

dass gekommen sind, die Tage,

an denen unser aller Wohl 

abhängig ist von Progesteron.


Kommt dann noch Östrogen dazu,

hilft es nun, nanu, 

mal Position für dich selbst zu beziehen 

statt beflissen in vermeintlich' Frieden zu fliehen.


Grenzen sind schon manchmal gut,

wenn's auch schöner wär mit weniger Wut,

doch sind geliefert wir an's Messer,

ist's am End' wohl für alle besser,

wenn wir schauen zu uns netter.